Aktion Leere Stühle am 27. November in Rostock

Symbolisches Fragezeichen fordert von Bundesregierung Plan zum Überleben der Branche

Stephanie Maass ist Betreiberin des Rostocker Cafés Stadtkind und gemeinsam mit Andy Szabó, Inhaber Restaurant Käthe, Alexander Schmidt, Inhaber Fritz Reuter Stuben, sowie André Kroboth Inhaber Klönstuv Organisatorin der Aktion Leere Stühle in Rostock.

Bereits im Frühjahr setzten die Rostocker Initiatoren mit über 100 Gastronomen Mecklenburg-Vorpommerns mit der Aktion „Leere Stühle“ ein wirksames Zeichen und wies auf die Existenzangst der Gastronomen hin.

Mit dem zweiten Lockdown, so Stephanie Maas, sei keine Planbarkeit mehr in Sicht. Die Gastronomen unterstützten bisher alle Maßnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie beitrugen. Im Sommer wurden umfangreiche Hygienekonzepte umgesetzt und doch wurde die Gastronomie geschlossen. Mit der Aktion am kommenden Freitag wolle man mit der Politik ins Gespräch kommen, um gemeinsam wirtschaftliche Perspektiven zu erörtern. Dabei werden u.a. folgende Forderungen an die Bundes- und Landesregierung gestellt:

  1. Gastronomie ist Teil der Lösung – Wir brauchen einen wirtschaftlich machbaren Plan zur Wiedereröffnung
  2. Die sofortige Aufnahme von Entschädigungsregelungen für die Gastrobranche in das neue Infektionsschutzgesetz (inklusive Zulieferer, Eventbranche, sowie weitere unmittelbare Unternehmen)
  3. Die sofortige und unbürokratische Umsetzung der Überbrückungshilfe II bzw. lll
  4. Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht über den 31. Dezember 2020 hinaus.
  5. Beibehaltung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes von 7% bzw. Einführung von 7% für alkoholfreie Getränke in der Gastronomie
  6. Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, sowie eine Absicherung der Minijober

Unterstützt wurden die Gastronomen, die mit einem Autokorso durch Rostock ziehen, von zahlreichen Zulieferern, Straßenkünstlern und Veranstaltern, die aktuell ebenso im Lockdown sind bzw. erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben.

Kathleen Parma, Vorsitzende der Initiative Deutschland e.V. i.G.: „Die Gastronomiebetriebe und ihre Zulieferer haben ein hartes Jahr hinter sich. Das dringend notwendige Weihnachtsgeschäft fiel aus. Jedes fünfte Unternehmen steht vor der Insolvenz. Daher brauchen wir von der Bundesregierung verlässliche Öffnungsstrategien und die sofortige Ausschüttung der versprochenen Überbrückungshilfen. Uns nützen Aussagen darüber, dass für wenige Tage eine Öffnung möglich ist nichts. Wer meint, dass die Gastrobranche eine Lampe ist, die nach Belieben an- oder ausgeknipst werden kann, irrt.“

Bereits jetzt ist ein deutschlandweiter Aktionstag für den 11. Dezember 2020 geplant. Teilnehmende Initiativen können sich über www.leere-stuehle.de/deine-stadt registrieren.

 

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