Aktion „Leere Stühle“ der Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter Sachsens

Sächsische Hoteliers, Gastronomen und Veranstalter vor dem unmittelbaren Aus wegen der SARS-CoV-2 Pandemie

Unternehmer des Gastgewerbes Sachsen stellten tausende leere Stühle am Dresdner NEUMARKT auf und sandten so einen dringenden Hilferuf an die Regierung des Landes Sachsen.

Mit einer besonderen Aktion machte die Sächsische Gastro-, Hotel- und Eventbranche auf ihre großen Probleme aufmerksam: Vor tausenden leeren Stühlen und Tischen wurde an Lars Rohwer (MDL) an der Dresdner Frauenkirche einen Brief mit Forderungen zum Erhalt der Branchen an den Ministerpräsidenten, den sächsischen Wirtschaftsminister und Vertretern des Landtages übergeben.

Im Brief machten über 580 Unternehmer mit über 25.000  Mitarbeitern, auf ihr nahendes AUS aufmerksam. Dabei geht es vor allem um das Gesuch nach Gesprächen, Förderungen, Zuschüssen und Lösungen, wie der Ausstieg aus dieser Misere zu finden ist. Gern hätten alle aus Solidarität der Übergabe beigewohnt, jedoch sollte dem Versammlungsverbot  entsprochen werden.

JEDER Stuhl steht für EINEN Gastronomen! Warum musste es so weit kommen:

Unsere sächsische Gastronomie steht vor dem aus:

Seit mehr als 4 Wochen sind unsere Lokale geschlossen.
– Unsere Kurzarbeiteranträge sind in Bearbeitung – wir können aber das Geld für unsere Mitarbeiter nicht mehr vorschießen!
– Unsere Mitarbeiter leben von Festgehalt, Nacht- und Feiertagszuschlägen und Trinkgeldern – mit 60 % des Festgehaltes können viele ihre
Familien nicht ernähren.
Wir Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter haben nach einem langen Winter und den typischen Sommervorbereitungen leere Kassen und
keine Einnahmen mehr.

Die sächsische Regierung bietet Kleinstunternehmen bis 10 Mitarbeitern Zuschüsse – wir wurden für KFW-Kredite zu den Banken und Sparkassen geschickt, die vielen von uns Absagen erteilten.

Auch die neuen Regulierungen sehen vor, dass Restaurants, Bars, Cafés und Hotels längerfristig geschlossen bleiben. Events wurden abgesagt bzw. in eine ungewisse Zeit verlegt.

Aus gesundheitlichen Gründen können wir die Maßnahmen der Regierung alle nachvollziehen – wir verstehen aber nicht, warum es für unsere Branche keine Soforthilfen wie in anderen Bundesländern gibt:

– Die entgangenen Umsätze können wir nicht nachholen.
– Die Kredite können wir kaum zurück verdienen.
– Die zusätzliche persönliche Haftung stürzt uns noch tiefer in die persönliche Krise.

Wir benötigen dringend Zuschüsse, wie fast alle anderen Bundesländer sie gewähren.
Wir benötigen schnelle, unbürokratische Kredite, um unsere Gehälter zu bezahlen.
Wir benötigen ein Zukunftsszenario, wie wir unsere Investitionen wieder zurück verdienen können (z.B. 7 % MWSt)

Wir haben Zukunftsangst – um uns, um unsere Läden und um unsere Mitarbeiter – aber auch um unsere Städte, die durch Gastronomie, schöne Hotels und Veranstaltungen lebenswert werden.

Wir betonen noch einmal: Wir können die getroffenen Schließungsregelungen nachvollziehen, aber bitte kämpfen Sie mit uns um ein wenig Entschädigung für eine scheinbar vergessene Branche.

Gerne benennen wir Ihnen hier einzelne Gastronomen, die ihr Schicksal bereit sind, der Öffentlichkeit zu schildern:  
Kathleen Parma (IceRollsFactory), Ute Stöhr (Zum Schießhaus) im Namen des Organisationsteams

Ralph Krause (Blumenau, Rauschenbach), Olaf Kranz (Schmidt´s), Steffen Schmidt (Steuerberater | KMK), Ralf Langer (Schlosshotel Klaffenbach), Lutz Albrecht (Panorama Tower Leipzig), Benjamin Hunger (Blauer Engel Aue)

und über 530 Gastronomie-und Hotelbetrieben sowie Veranstaltern.

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