Pressemitteilung

AKTUELLE PRESSE-MITTEILUNG: „Wir löffeln die Suppe gemeinsam aus!“

Über 20.000 Löffel, die bei Aktionen Leerer Stühle bundesweit gesammelt wurden, werden am Freitag 11 Uhr vor dem Bundeskanzleramt an führende Politiker der Bundesregierung übergeben. Die Initiative Leere Stühle fordert Bund und Länder auf, Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter mit Sofortzuschüssen zu unterstützen, die Absenkung der Umsatzsteuer auf 7% ab Öffnung und für mindestens 3 Jahre vorzunehmen und das Kurzarbeitergeld für Mitarbeiter auf 90 % zu erhöhen.

Dresden, 15.05.2020 – Die beginnenden und in jedem Bundesland anders geregelten Öffnungen der Gastronomie führen weiter zu Verwirrung und nehmen den Gastronomen nicht ihre Existenzangst, so die Initiative „Leere Stühle“ am Freitag in Berlin.

Mit der Übergabe der über 20.000 Löffel an Dr. Thomas Bareiß, MdB (CDU) und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung, Parlamentarischer Staatssekretär und Michael Theurer, MdB (FDP), Stellvertretender Fraktionsvorsitzender FDP, zeigt die Branche symbolisch, dass die derzeitigen Rahmenbedingungen und strengen Auflagen der Öffnungen zu weiteren Finanzlücken führen, die durch erhebliche Reduzierung der Platzkapazitäten und notwendige Neuanschaffungen zur Einhaltung der Hygienevorschriften entstehen. Bei gleichbleibenden Kosten für Mieten, Versicherungen, Leasingraten etc. sind viele Restaurantbesitzer aufgrund einer Umsatzerwartung von nur 50% im Vergleich zum Normalumsatz überfordert und werfen schon vor Beginn der Öffnung das Handtuch bzw. öffnen erst zu einem späteren Zeitpunkt. Die Bundesregierung, so Sprecherin und Mitinitiatorin Kathleen Parma, wird aufgefordert, die Folgen der Corona-Krise mit der Branche gemeinsam auszulöffeln und diese nicht, wie bisher, im Stich zu lassen.

Dabei verweist Parma auf die 220.000 Unternehmen der Gastrobranche mit über 2,4 Millionen Beschäftigten. Die Branche stellt nicht nur einen großen Teil der Arbeitsplätze in Deutschland, sondern gehört auch als wesentlicher Bestandteil zum Tourismus in allen Bundesländern. Steffen Schmidt, Wirtschaftsexperte der Initiative Leere Stühle e.V. i. G. führt zu den Neuregelungen aus, dass unter den gegebenen Öffnungsmodalitäten gerade die Restaurants, Bars und Kneipen in Innenstädten wie München, Leipzig, Hamburg oder Dresden in Gefahr sind, da diese mehrheitlich zu zwei Dritteln vom Tourismus leben und dieser auch aufgrund von noch immer geschlossenen Veranstaltungen und Reisebeschränkungen quasi nicht stattfindet. René Redo, Geschäftsführer der Redo-Gruppe mit 120 Mitarbeitern ergänzt dazu: „Es ist ein Tod auf Raten“. Um die verlorenen und nicht nachholbaren Umsätze zu kompensieren, fordert Schmidt ein Rettungspaket für die Branche, dass auf Basis der Umsätze im gleichen Zeitraum des Vorjahres berechnet werden soll. Dies würde insbesondere auch den Bars, Clubs und Veranstaltern zu Gute kommen, die aktuell noch immer ohne Einnahmen sind.

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