Unternehmer und Mitarbeiter aller Branchen sammeln bis 18.12. Schwarze Geschenke für die Bundesregierung

Bis zum 18. Dezember sammelt die Initiative Leere Stühle Schwarze Geschenkpakete für die Bundesregierung. Damit, so die Privatinitiative, soll einerseits DANKE für die angekündigte Unterstützung gesagt werden, jedoch gleichzeitig gemahnt werden, die am 25. Oktober verkündete Hilfe zur Schließung der Gastronomie und Einstellung von Veranstaltungen etc. schnell auf den Weg zu bringen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz gab allen betroffenen Unternehmen und Mitarbeitern die Zusage: „Wir lassen in dieser ernsten Lage unsere Unternehmen und ihre Beschäftigen nicht allein, sondern erweitern nochmals unsere Hilfsangebote für die betroffenen Selbständigen, Unternehmen und Einrichtungen. Wir müssen alles tun, um die Substanz unserer Wirtschaft zu erhalten, um nach der Krise wieder durchstarten zu können.“

Versprochen wurde die unbürokratische und schnelle Auszahlung von 75 % des Umsatzes für November. Das diese versprochene Hilfe den ohnehin sehr gebeutelten Branchen wie ein Geschenk vorkommen musste, verwundert nicht. Doch bei genauerer Betrachtung (Stand HEUTE), ist dieses Geschenk

1. bei den Unternehmen bisher nur zu einem geringen Prozentsatz angekommen,

2. schließt es Unternehmen, die „indirekt“ betroffen sind aus,

3. gibt es keine klare Aussage, wie es ab Dezember weiter geht.

In der Bevölkerung entsteht aktuell der Eindruck, dass mit der versprochenen Hilfe alles gut ist. Ein Rechenbeispiel eines Veranstalters zeigt, wie es aktuell in vielen Firmen aussieht:

monatliche Fixkosten:
Mietkosten 5.800 Euro
Stromkosten, Wasser etc. ca. 800 Euro
Mitarbeiterkosten 3.500 Euro

Fixkosten März – November:
Miete = 46.400 Euro
DREWAG = 6.400 Euro
Mitarbeiterkosten = 28.000 Euro
Gesamt = 80.800 Euro

Ausgezahlte Hilfen:
Soforthilfe Corona März bis Mai = 9.000 Euro
Corona I Hilfe Juni bis August = 14.200 Euro (ausgezahlt im Oktober)
Corona II Hilfe (Status unbekannt, nicht bezahlt. wird gegengerechnet mit Novemberhilfe)

Verlust aktuell: 57.600 Euro

Sollte die versprochene und bereits beantragte Novemberhilfe ausgezahlt werden (Stand 15.12.2020 nichts erhalten!), erhält das Unternehmen 75 % des Umsatzes des Monats November 2019, entspricht 32.400 €

Der Verlust beträgt dann immer noch 25.200 Euro. Das Unternehmen hat in dem Zeitraum seit März keine nennenswerten Umsätze erwirtschaften dürfen. Das was möglich war, ist nun durch den Lockdown auch noch weggefallen.

Beteiligt euch an unserer Aktion, damit uns viele Schwarze Pakete 🎁 mit Ansagen an die Politik erreichen.

Die Schwarzen Geschenke sind übrigens einem russischen Brauch entlehnt. Sie symbolisieren die Mahnung, sich zu bessern. Wir finden, das ist passend zu dieser Zeit, passend zu unserer Aktion.

Wie nehmt ihr an unserer Aktion teil?

    1. Postalisch oder persönlich könnt ihr eure Pakete bis 17. Dezember 20 zum Gewandhaus Dresden, Ringstrasse 1, 01067 Dresden, bringen bzw. senden.
    2. Am Freitag, 18.12.20, 11-13 Uhr, erfolgt die Annahme eurer Geschenkpakete auf dem Neumarkt im Dresden 1900

Wie erfolgt die Übergabe an die Bundesregierung?

Aufgrund des Lockdowns haben wir uns für einen zweistufigen Weg entschieden, um so wenig wie möglich direkte Kontakte zu haben. Wir bitten daher um Verständnis, dass die Übergabe ALLER Geschenkpakete erst am Montag 21.12.2020 auf dem Neumarkt erfolgt. Diese Aufgabe haben die in Dresden direkt gewählten Bundestagesabgeordneten der CDU Andreas Lämmel und Arnold Vaatz übernommen.

Hinweis in eigener Sache!

Bitte beachtet, dass es sich um KEINE Demonstration, Versammlung o.ä. handelt. Unter Beachtung der geltenden Hygienevorschrift könnt ihr eure Pakete unkompliziert am Restaurant Dresden 1900 abgeben. Die digitale Gästeregistrierung erfolgt über die App pass4all. Downloadet diese bitte vorher im jeweiligen AppStore und richtet zuhause eure Visitenkarte ein, damit die Registrierung vor Ort unkompliziert vorgenommen werden kann.

Unsere Forderungen an die Bundesregierung findet ihr hier:

 

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