Ohne uns ist es STILLE
Ohne uns ist es STILLE

DEMO Veranstaltungsbranche Sachsen
„Jetzt erst recht!“, denn
„Ohne uns ist Stille“ 

5. Juni 2020 vor der Semperoper Dresden | LKW Korso | 1.000 Personen | 1.000 Leere Stühle | 1 Bühne

  • Unternehmer der Branche und ihre Mitarbeiter, Künstler und Solo-Selbstständige tragen schwarz
  • 1.000 Leere Stühle
  • LKW Korso vom Ostragehege, vorbei am Sächsischen Landtag zum Theaterplatz mit 30 Fahrzeugen
  • Beiträge der Veranstaltungsbranche zur aktuellen Situation

Update 4. Juni 17 Uhr, Dresden

Morgen findet vor der Semperoper eine DEMO der Veranstaltungsbranche statt. Mit Unterstützung prominenter Gäste wird das soeben beschlossene Konjunkturpaket im Fokus stehen. Noch immer ist das Fazit: „Ohne uns ist Stille!“, denn das vom Bund beschlossene Konjunkturpaket wird als Anfang gewertet. Allerdings stellt es eher einen Flickenteppich dar.

Gäste:
Sächsische Staatsministerin für Tourismus Barbara Klepsch;
Sächsischer Staatsminister für Regionales Thomas Schmidt;
Helge Leinemann, Vorstandsvorsitzender Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik e. V. (VPLT),

Die Aktion wird unterstützt von:
Peter Maffay, Silbermond, Juliane Neigel, Glasperlenspiel, Silly, Maschine, City, Michael Schulte, Lotte, Verbände Veranstaltungswirtschaft, Veranstaltern, Veranstaltungsstätten, Künstlern, Logistikern

Facts zu Ergebnis Koalitionsausschuss Corona,  3. Juni 2020

Zitat „Der Anfang ist gemacht, aktuell ist es noch ein Flickenteppich.“

Bezug: Zu 1. „Zur Stärkung der Binnennachfrage in Deutschland wird befristet vom 1.7.2020 bis zum 31.12.2020 der Mehrwertsteuersatz von 19% auf 16% und von 7% auf 5% gesenkt.“

Kommentar: Da die Veranstaltungsbranche derzeit (und voraussichtlich bis Ende des Jahres)  keine Einnahmen zu verzeichnen hat, ist damit keine Hilfe gegeben. Der gesenkte Mehrwertsteuersatz sollte mindestens bis 2022 gelten.

Bezug: Zu 13. Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen wird für Corona-bedingten Umsatzausfall ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt… Schaustellern, Unternehmen der Veranstaltungslogistik. Antragsberechtigt sind Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern. Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen. Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber Vorjahresmonat. Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden. Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen. Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten.

Kommentar an einem Beispiel: „Am 01. Juli hören die Stundungen der Leasinggesellschaften (bei den meisten nach 3 Monaten) von Ton-/Licht-/Bühnenfirmen auf. Ab diesem Zeitpunkt geht es für viele Unternehmen, die investiert haben, wieder richtig zur Sache. Hinzukommt, dass die Regelung zur Mietstundung ausläuft. Wenn eine Firma XYZ also max. 5 Mitarbeiter hat, erhalten sie einen Zuschuss von 3.000 Euro je Monat. Tatsächlich belaufen sich die Kosten in diesem Bereich aktuell im Durchschnitt bei 18.000 bis 20.000 Euro. Hinzukommt, dass ab September keine Zuschüsse zu erwarten sind. Das bedeutet, dass, so nicht nachgebessert wird, zahlreiche Firmen aus unserer Branche direkt Insolvenz anmelden, da die kommenden Monate keine Aussicht auf Einnahmen besteht bzw. die Zuschüsse die Kosten bei weitem nicht tragen werden. Ebenso müssten dann alle Mitarbeiter, die bisher noch über Kurzarbeitergeld gehalten werden konnten, direkt in die Arbeitslosigkeit geschickt werden müssen.“

Weitere Forderungen u.a.:

  • Die Anerkennung eines Betrages als Beihilfe für den Lebensunterhalt von Einzelunternehmern und Solo-Selbstständigen
  • Erweiterung des Mietschutzgesetzes


    Facts
    heet Aktion „Ohne uns ist Stille“ am 05.06.2020

    LKW
    KORSO

In einem eindrucksvollen Autokorso, bestehend aus 32 LKWs, Transportern und Aktionswagen werden wir durch die Dresdner Straßen, vorbei am Landtag bis hin zur Semperoper fahren. Ziel ist es, das die teilnehmenden Fahrzeuge die Vielseitigkeit unserer großen Branche repräsentieren.

Gesamtlänge: mit Abstand über 600m
Treffpunkt:     Parkplatz P1 im Ostrapark hinter der Messe, ab 7:30 Uhr-8:30 Uhr

Start:        9:30 Uhr – 10:00 Uhr
Fahrzeit:  1 Stunde (4km/h)
Zielzeit:    Letztes Fahrzeug 11:15 Uhr Theaterplatz

Sollten wir in Verzug sein, fahren die restlichen Fahrzeuge über das Terassenufer ab. Eine diesbzgl. Info erfolgt dann über die Koordinatoren.

Koordinatoren Korso:
Sandro Roch, Tel.: 0172 3508447
Torsten Bajewski, Tel.: 0172 4497236

AKTION VOR DER SEMPEROPER

Mit der dort geplanten Aktion wollen wir visuell und akustisch auf die Probleme, die Vielfalt und die wirtschaftliche Wichtigkeit unserer Branche aufmerksam machen. Das Programm beinhaltet einen künstlerischen Beitrag, Video Einspieler, sowie Reden unterschiedlichster Vertreter unserer Branche.

Treffen Akteure:
Schilderhalter,  9:45 Uhr am Denkmal > Einweisung

Beginn Programm:      11:15 Uhr

Koordinator Aufbau:
Robert Gössel, Tel.: 0172 7703595

Koordinator Security:
Steffen Brase, Tel.: 0172 9141644

Ablauf Programm:
Wieland Stumpf, Tel.: 0172 3531907
Alexander Siebecke, Tel.: 0172 3515003

Presse/Moderation:
Kathleen Parma, Tel. 0173 2640419

Mittschnitt / Video:
Jörg Heinze, Tel.: 0172 3744466

Technischer Leiter:
Daniel Stuß, Tel.: 0151 58881708

Richtlinien für Teilnehmer, Akteure und Besucher

Den Anweisungen des ORGA-Teams sowie der Security ist Folge zu leisten.

Maske VeranstalterAufgrund der Auflagen ist es notwendig, dass alle Beteiligten einen Mundschutz tragen. Der Mindestabstand von 1,50m zu anderen Personen muss jederzeit gewährleistet werden. Alle Teilnehmer sollen nach Möglichkeit schwarze (dunkle) Kleidung tragen. Bei unserer Aktion hat jedermann Störungen zu unterlassen, die            bezwecken, die ordnungsgemäße Durchführung zu verhindern. Die Nutzung unserer Versammlung zur Durchsetzung anderer politischer Zwecke werden nicht geduldet und strikt unterbunden.

Pünktlich mit Glockenschlag 11 Uhr werden namhafte Veranstalter und Theaterbetreiber gemeinsam mit Bühnenbauern, Licht- und Tontechnikern, Messebauern, Eventagenturen, Eventcaterern, Betreibern von Party-Locations, Barbesitzern, Schauspielern, Musikern u.v.a. die dramatische Situation, in der sich eine der größten Branchen Deutschlands befindet, darstellen. Erstmals finden sich vor einer großen Bühne alle zusammen; die Initiative SOS for Culture ist ebenso engagiert dabei wie die Initiativen „Stumme Künstler“, „Leere Stühle“ und der City Management Dresden e. V. Denn eines verbindet alle: Die Forderung nach Absicherung der Unternehmen und Soloselbstständigen.

Eindrucksvoll sollen vor der Semperoper in Dresden Bilder geschaffen werden, die auf die derzeitige Situation der Branche hinweisen. Konzertveranstalter Rodney Aust warnte bereits im März vor einem Kollaps, und sagt heute: „Die Situation hat sich extrem verschärft. Alle in unserer Branche verbindet, dass wir als Erstes geschlossen wurden und wohl auch die Letzten sein werden, die wieder Gehör finden. Auch größere Feiern sind verboten. Was darüber hinaus geplant werden kann, ist offen. Das bedeutet auf lange Sicht für die Branche keine Einnahmen, Mitarbeiter in Kurzarbeit usw.“

Alexander Siebecke, dessen Agentur u.a. die Krabat-Festspiele seit Jahren erfolgreich durchführt, hat das künstlerische Szenario der Demonstration übernommen. „ „Unsere gemeinsame Aktion vor der Semperoper soll bildhaft zeigen, dass die Durchführung von Veranstaltungen jeglicher Art  in unabsehbarer Zeit wohl nur eine Theorie bleiben wird. Laut Auflagen darf durchschnittlich nur jeder vierte Zuschauer-Stuhl besetzt werden. Alleine diese Tatsache bedeutet für die Umsetzung der meisten Veranstaltungskonzepte, das sie schon rein wirtschaftlich nicht tragbar sind. Unsere Inszenierung vor der Semperoper wird dies klar verdeutlichen.“

Johannes Vittinghoff, Veranstalter der Filmnächte am Elbufer, begeisterte gerade mit der Ankündigung, dass in Dresden die Filmnächte ab Mitte Juni stattfinden können. Für den Leser hört sich das natürlich positiv an. Fast nebenbei liest man, dass nur maximal 972 Gäste jeweils die Filmabende genießen können. Geplant waren im 30. Jahr des Events zudem 12 Konzerte, die nun ausfallen. Vittinghoff zur Situation: „Wir wissen, dass wir dieses Jahr ein großes Minus erwarten werden. Damit der Mindestabstand eingehalten wird, haben wir ein Hygienekonzept erstellt, das unsere Auslastung je Kinoabend um 2.668 Plätze reduzieren wird. Unsere Konzerte trugen maßgeblich zur Finanzierung von Kosten wie Miete, Leinwand, Werbung, Personal und Logistik bei und ermöglichten so stabile Preise für unsere Filmveranstaltungen.“

Kathleen Parma, Sprecherin und Initiatorin der Initiative Leere Stühle, die auch für diese Veranstaltung verantwortlich zeichnet,   weist darauf hin, dass die Eventbranche zu den Größten der deutschen Wirtschaft gehört. Laut dem BDKV – Bundesverband der Konzert-und Veranstaltungswirtschaft e.V. zählt sie 130.000 MitarbeiterInnen, die jährlich mehr als 11,1 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften.

Dabei, so Parma, ist von einer weitaus höheren Zahl auszugehen, denn kaum eine Branche umfasst so viele verschiedene Berufsgruppen wie diese. „Aktuelle Prognosen sehen ein Sterben von 50% der Unternehmen voraus, wenn kein Rettungsschirm dies verhindert. Wir schließen uns daher den Forderungen nach einem Hilfsfond für Unternehmen an.“

Kontakt Veranstalter
Kathleen Parma
Tel. 0173 264 0419, Mail: kp@networks-pr.de

Anschrift
Initiative Leere Stühle e.V. i. G.
Wiener Str. 80B
01219 Dresden

Alles zur Aktion
Website:
www.leere-stuehle.de/veranstalter
Facebook:
www.facebook.com/ohneunsiststille
Instagram:
www.instagram.com/leerestuehle

Hashtags:
#firstoutlastin
#leerestuehle

Deshalb benötigt der Veranstaltungssektor finanzielle Hilfen vom Bund und den Ländern. Daher schließen wir uns 

  • der Umsetzung der Forderungskataloge des Verbands-Zusammenschlusses Musikwirtschaft (BDKV, BVMI, GEMA, LIVE KOMM, SOMM, VUT, GVL, DMV, BV Pop, EVVC) sowie 
  • der gemeinsamen Forderungen Veranstaltungstechnik-Verbände (VPL, APWPT, LGPV, ISDV) an.

Diese beinhalten u.a.: 

  • Nicht rückzahlbare Soforthilfe in Höhe von mind. 10% des Gesamtschadens / Umsatzverlustes durch die Corona-Beschränkungen
  • Nutzung der Soforthilfe auch für Unternehmerlohn / Lebenshaltungskosten von Solo-Selbstständigen
  • Gesetzliche Regelung zum Verlustrücktrag

Den gemeinsamen Brief an die Politiker der Bundesregierung mit Forderungen der Branche finden Sie hier zum Download.

Hier ist die Politik gefordert etwas für die Unternehmen zu tun, die als Erstes schließen und als Letzte aufmachen dürfen. Ansonsten wird eine Branche traurig untergehen, die vorher ein breites Publikum begeistert hat.

Die Initiative Leere Stühle e.V. ist offizieller Veranstalter der Aktion am 5. Juni.

Sie haben fragen oder benötigen Informationen? Dann senden Sie uns bitte eine Mail oder rufen Sie uns an unter: 0173 2640419.

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